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Home · Highlights · New-York-City-Marathon 2008

 New-York-City-Marathon 02.11.2008


 


Ruhe vor dem Start


Letzte Vorbereitungen


Warten auf die Läufer


Vor der Skyline Manhattans


Impression von der Strecke


Gritt und Gerhard


Heiko, Gunnar und Heiko


Gerd


Hannes und Peter


Peter und Bruno


Im Ziel


Gerhard im Ziel


Heiko im Ziel


Die Finisher am Broadway


Das Motto: Asbach meets New York

Bericht von Gunnar

Endlich! Aus der Ferne hören wir den Startschuss. Die dritte Welle rollt an. Natürlich erst einmal im Gänsemarsch, wie wir es von jedem Lauf gewohnt sind. Wir nutzen den Trippelschritt, um die überflüssige Kleidung abzulegen und an den Rand zu werfen. Dann verlassen wir unseren Corral und biegen langsam auf die Straße, die zur Verrazano Bridge führt. Langsam werden die Schritte schneller und dann haben wir endlich den Start passiert! Vergessen sind die Strapazen, die in den Stunden zuvor ertragen werden mussten. Die lange Fahrt mit dem Bus in aller Herrgottsfrühe quer durch Manhattan. Die Ankunft im Startfeld: schon hell, aber die Sonne noch nicht zu sehen; Temperaturen um drei Grad; ein kalter Wind, der heftig zieht. Wir suchen uns ein Plätzchen auf dem ebenen Boden in der Nähe einer Plane, die ein bisschen vor dem Wind schützt. Dann suchen wir das Frühstück. Bagel, die so trocken sind, dass sie unendlich viel Spucke zum Schlucken verbrauchen. Den Kaffee erwähne ich lieber nicht. Über die Toiletten schweige ich. Und dann das lange Warten, vor sich hindösen, als die Sonne endlich aufgeht und ein bisschen wärmt, die Anspannung der anderen spüren, reden und eben warten. Warten bis zum Start.

Aber jetzt sind wir auf der Brücke! Es ist ein herrliches Gefühl: so weit du sehen kannst, nach vorn und nach hinten, auch unten auf der zweistöckigen Brücke, sind Menschen, die mit dir laufen – und trotz der Massen ist immer genug Platz. Links können wir von fern schon Manhattan sehen. Die Brücke ist sehr lang und ganz schön steil. Dann erreichen wir den Boden von Brooklyn – und eine ganz andere Stimmung. Denn jetzt stehen die Massen an den Rändern der Strecke und feuern uns an. Bands stehen am Straßenrand, überall Polizisten, Menschen in allen Farben. Ein herrliches Gefühl, hier zu laufen! Und dann, als wir über die nächste Brücke laufen, sind sie neben uns, die vielen Wolkenkratzer!

Und beim Laufen finden die Gedanken zurück an die Tage vorher, an das, was in der Dichte dieser paar Tage schon alles geschehen ist. Die lange Anreise, der unfreundliche Zoll, die ewige Busfahrt vom Flugplatz bis mitten ins Herz von Manhattan zu unserem Hotel. Das lustige Zimmer, in dem das Sofa erst einmal zum Bett umgebaut werden muss. Mein Hunger und mein Glück, gleich neben dem Hotel einen Diner zu finden. Der erste Hamburger in New York! Die anderen haben nicht so viel Glück: nach dem atemberaubenden Blick vom Rockefeller Center begnügen sie sich mit einem Imbiss-Italiener. Ich denke an die Hotelbar und die Livemusik, an das Bier, an das man sich gewöhnen kann, an das schmale Bett, das ich mir mit Peter teile, an das Frühstück im Diner nebenan. Gedanken an den Donnerstag kommen zurück, wie wir zu fünft halb Manhattan zu Fuß erkundet haben, sogar ein Stück mit der U-Bahn gefahren sind, um dann über die Brooklyn Bridge mit einem herrlichen Blick auf die Skyline nach Manhattan zu laufen. Ich erinnere mich an das Abendessen im Stardust mit den singenden Kellnern und Kellnerinnen. So viel geht mir durch den Kopf: der gemeinsame Gang zur Marathonmesse und wie problemlos wir unsere Startunterlagen bekamen. Dann, nach der Messe die Suche nach Besenstielen für unsere Fahne, zunächst im Gartencenter, aber da waren die Stangen nicht „long“ genug, doch dann wird unser Häuptling in einem Metallwarenladen fündig. Ich denke an die Schifffahrt auf dem Hudson und dem East River, vorbei an der Freiheitsstatue. Oder an die lange Busfahrt an allen Sehenswürdigkeiten von Manhattan vorbei. Oder vorher an das gemütliche Frühstück mit den Frauen, die nicht am Friedenslauf teilnehmen wollten.

Ich bin mit den Gedanken wieder auf der Strecke. Schon haben wir den Halbmarathon geschafft. Als wir unseren Fotografen sehen, rufen und winken wir schon von weitem und versuchen, so frisch wie möglich auszusehen. Unsere Stimmung bleibt auf dem Höhepunkt, vor allem, weil auch uns immer wieder wildfremde Amerikaner zujubeln und uns bei unserem Namen rufen: „Aschbach!“ Die Straßen sind meistens kerzengerade, aber immer wieder gibt’s Steigungen. Und jede Meile gibt es Wasser zu trinken – leider nichts zu essen, also muss auch ich dieses scheußliche Powergel in mich hineinzwingen. Irgendwann haben wir dann den Heiko verloren. Der Gerd schimpft ständig über unser schnelles Tempo, hält aber trotzdem mit, obwohl er mindestens zweimal auf einem Klohäuschen verschwindet. Dann endlich sehen wir unseren Fanclub aus der Heimat und wiegen uns im Beifall.

Zeit wieder, an die Tage zurückzudenken. An die Aufregung vor dem Start. Das große Essen im Zelt im Central Park. Unsere Einkaufstouren. Das Essen beim Asiaten am Halloween-Abend. Whisky im Hard Rock Café. Der Kopf schwirrt vor lauter Erinnerungen.

Inzwischen haben wir auch die Bronx durchlaufen und biegen nach Harlem ein. Langsam fühlt sich der Boden an, als sei der Teer weichgeschmolzen wie ein Teig – oder sind es die Füße, die langsam schwer werden? Die Strecke entlang des Central Park wird schwer – immer geradeaus, kein Ende in Sicht. Dann endlich biegen wir in den Central Park ein, inzwischen haben wir auch den Gerd verloren. Wir denken, er ist hinter uns, dabei läuft er uns vorne davon. Und dann: das Ziel in Sicht! Der letzte heftige Anstieg, überraschend gut bezwungen – und dann eingekeilt in den Massen, die übers Ziel gekommen sind! Geschafft! Ein Held! Ich! Da zählen die nächsten Viertelstunden nicht, das langsame, immer mühsamere Marschieren bis zum Gepäckwagen, das Umziehen in der freien Kälte, das Suchen nach dem Fanclub, der lange Weg zurück ins Hotel. Hauptsache: Geschafft! Wir sind die Helden! Stolz tragen wir die Medaillen um den Hals und genießen das Bad in der Menge.

Und was war sonst noch? Das gemeinsame Essen im Diner, weil wir zu erledigt waren, ein Steakhaus zu suchen. Am nächsten Morgen noch ein paar Ecken von Manhattan kennenlernen. Das Mannschaftsfoto auf dem Broadway und das Aufsehen, das wir dabei erregen. Dann schon der Rückflug und Peter, der sich bestens mit der Stewardess unterhält, während ich viertelstündlich eine neue Position für meine kaputten Beine suche. Und dann der Empfang daheim: die Kirchenglocken läuten, Böller schießen in den Himmel und die Daheimgebliebenen empfangen uns mit Sekt.

New York war eine Reise wert!

Platzierungen und Zeiten:
Ergebnisse Wettkämpfe 2008



Streckenplan:
Download als PDF-Dokument

Links:

www.ingnycmarathon.org
de.wikipedia.org/wiki/New-York-City-Marathon
de.wikipedia.org/wiki/Marathonlauf

   
 
   
 
 

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